Der demografische Wandel und der zunehmende Fachkräftemangel stellen kirchliche und diakonische Einrichtungen vor immense Herausforderungen. Während die erfahrene Generation der „Babyboomer“ sukzessive in den Ruhestand geht, rücken nicht genügend Nachwuchskräfte nach, um die entstehenden Lücken zu füllen. Besonders kritisch ist die Situation in der Entgeltabrechnung: Da es hierfür kein klassisches einheitliches Berufsbild gibt, wurde wertvolles Fachwissen über Jahrzehnte „on the job“ erworben und droht nun mit dem Ausscheiden der Mitarbeitenden verloren zu gehen. Das Kirchliche Rechenzentrum (KRZ) unterstützt Organisationen dabei, diesen Wandel durch digitale Strukturen und Prozessberatung erfolgreich zu meistern.

Die Herausforderung: Von manuellen Wegen zu digitalen Standards

Viele kirchliche Organisationen stehen digital noch am Anfang. Oft sind die internen Strukturen und Prozesse noch nicht digital aufgenommen worden, was die Einführung moderner Systeme erschwert. Eric Orians, Abteilungsleitung Personalmanagementsysteme, betont: „Wenn ich digitalisieren und automatisieren will, muss ich die Organisation verstehen. Aktuell werden viele Wege noch manuell bestritten, da die komplexen kirchlichen Organisationsstrukturen oft sehr starr vorgegeben sind.“

Hier setzt das KRZ an: Es geht nicht mehr nur um die reine Bereitstellung von Software, sondern um eine tiefgehende Prozessberatung. Ziel ist es, die „Schmerzen“ der Kunden zu verstehen und Brücken in eine moderne Systemlandschaft zu bauen, die den Arbeitsalltag spürbar entlastet.

Ganzheitliches Personalmanagement statt reiner Datenverwaltung

Das Leistungsfeld des KRZ im Bereich Personalmanagement ist breit gefächert und versteht sich als weit mehr als ein reines Rechenzentrum, das lediglich Daten hostet. Das verlässliche Fundament bildet dabei die Entgeltabrechnung: Mit monatlich circa 230.000 erstellten Gehaltsmitteilungen und der vollständigen Übernahme des Datentransfers an Behörden sowie Krankenkassen fungiert dieser Bereich als stabiles Rückgrat für die Kunden. Darüber hinaus begleitet das KRZ den gesamten „Employee Life Cycle“, hierbei werden Programmen im Bereich Personalmanagementsysteme eingesetzt, die kirchenspezifischen Vorgänge und Abläufe vom modernen Recruiting über strukturiertes Onboarding bis hin zur rechtssicheren Archivierung ausgeschiedener Mitarbeitenden digital abbilden und effizient unterstützen. Ein entscheidender Vorteil ist hierbei die tiefe Expertise im kirchlichen Datenschutz (DSG-EKD/KDG) und die Verwendung des spezifischen Arbeitsrechts. Laut unserem Abteilungsleiter für Personalmanagementsysteme Eric Orians können reguläre Standardprodukte die komplexen kirchlichen Bedarfe oft nur unzureichend abdecken. 

Das Leistungsfeld der Stiftung Kirchlichen Rechenzentrum im Bereich Personalmanagement ist breit gefächert und weit mehr als nur ein Rechenzentrum, das Daten hostet. Das Ziel ist ein ganzheitliches Personalmanagement statt reiner Datenverwaltung

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Fazit: Gemeinsam in die digitale Zukunft

Die Transformation hin zu digitalen Prozessen ist für kirchliche Organisationen angesichts des finanziellen Drucks und des Personalmangels ein notwendiger Schritt, um wirtschaftlich und effizient arbeitsfähig zu bleiben. Das KRZ positioniert sich dabei als Partner auf Augenhöhe, der durch Co-Creation – beispielsweise die Einbindung von Pilotkunden bei der Entwicklung neuer Module – praxisnahe Lösungen schafft.